Rezension von Legeia

Eine Lovelybooks-Rezensentin adelte mich „mit voller Punktezahl“.
Vielen Dank dafür.

Du hast zehn Tage Zeit, die Welt zu retten, bevor ich sie zertrete mit allem Gewürm darauf. Zehn Tage und Nächte gebe ich Dir, Dir alleine, um die Welt zu retten. Nutze sie oder vergehe zusammen mit allen anderen Deiner Art.«

Alle Menschen auf der Erde erhalten zur gleichen Sekunde die gleiche Botschaft. Und jeder wird zum Retter der Welt. Augenblicklich brechen alle Gesellschaften auf dem Erdball zusammen, denn jeder Mensch wird zum alleinig auserkorenen göttlichen Werkzeug und jedes menschliche Individuum findet die Ursache von Gottes Zorn woanders.
Und sie handeln so, wie Menschen stets handeln.
Nur Wenige werden den zehnten Tag erleben.

Aber wird es einen elften Tag geben?

Man stelle sich vor: Jeder Mensch auf der Welt erhält zum gleichen Zeitpunkt eine Nachricht von Gott. Zehn Tage Zeit, die Welt zu retten…
Man mag denken, dass man den Verstand verloren hat, wenn man plötzlich eine Stimme im Ohr hört, aber dies ist bittere Realität. Eine Realität, die in unserer Zeit vielleicht gar nicht so verkehrt wäre. Denn das könnte endlich einmal die Menschen, die gesamte Erde aufrütteln.
Ich empfand die Figuren, wie sie handelten und das ganze Szenario als äußerst glaubwürdig. Wie würde man selbst reagieren? Was würde man tun?
Man begegnet auf dem Weg zur Rettung der Welt den unterschiedlichsten Charakteren, mit denen man mit fiebert und die man teils lieb gewinnt.

Der Schreibstil was sehr fesselnd, auch an einigen Stellen gab es etwas zum Schmunzeln, was der Ernsthaftigkeit jedoch keinen Abbruch tat. Das ist immer schwer bei solch einem Thema: Diese Balance zu finden, dass man grübelt, trotzdem lächelt und die Spannung nicht aus den Augen verloren wird. Das ist dem Autor sehr gut gelungen.

Das Buch ist ein wenig von allem: Thriller mit Science Fiction-Elementen, dosierter Gewalt, Action und viel Spannung. Es gibt aber auch – zum Thema passend – ruhige und nachdenkliche Momente.

Mehr möchte ich gar nicht verraten, denn „Das letzte Sandkorn“ muss man lesen, um sich seine eigene Meinung zu bilden.

Eine tiefgründige Endzeit-Geschichte der etwas anderen Art.

Volle Punktzahl.