Rezension von „Ontero“

Erstlingsrezensent „Ontero“ adelte mich mit 5-Sternen (amazon).
Vielen Dank dafür.

So jetzt kommt mein erster Lesebericht. Ich möchte es nicht Rezension nennen, das überlasse ich qualifizierteren Personen oder die sich dafür halten.

Als ich noch vor Druckende von der Story des Buches „Das letzte Sandkorn“ von Bernhard Giersche gehört hatte, war ich total fasziniert und wollte es auf jeden Fall lesen. Eine Weltuntergangsgeschichte in der der die gesamte Bevölkerung gleichzeit von einem höheren Wesen darüber informiert wird und JEDER als alleiniger Retter bestimmt wird …. megagenialer Ansatz!

Natürlich machte ich mir vorher Gedanken über die Umsetzung und Entwicklung der Geschichte und sah auch eine Problematiken, die der Autor haben könnte. Erstmal vorneweg, der Autor hat mich nicht enttäuscht! Vorallem wenn man bedenkt das es sein Debütroman ist!

Ich werde versuchen inhaltlich so wenig wie möglich zu spoilern, weil ich das Lesevergnügen für Interessierte nicht schmälern möchte (wird schwer werden).

Verschieden Sichtweisen auf das Geschehen / Erzählen der Geschichte nach der „göttlichen Eingebung“ waren möglich und der Autor hat mehrere benutzt:

1) Die Sicht auf die ganze Welt – hatte ich erwartet – aber wenn man nur so geschrieben hätte wäre es eine sehr kurze Novelle geworden.

2) kurze Intermezzi – ich nenne sie für mich „Flashlights“ – auf für die gesamte Erzählung unbedeutende Personen oder Umstände, die einzelne Aspekte der Reaktionen auf die „Offenbarung“ beleuchten und deren Ende (habe teiweise herzhaft gelacht) Mit diesen hatte ich nicht gerechnet!

3) Das runterbrechen auf einzelne Personen, die sich im Laufe der Erzählung treffen und gegenseitig beeinflussen in den Wirrungen der katastrophalen Umstände.

Über die Positionierung der einzelnen Elemente und die Gewichtung kann man bestimmt streiten, aber Geschmack ist nun mal eine ganz persönliche Sache.

Die Hauptpersonen wurden so angelegt, das ich sofort wissen wollte wie es Ihnen weiter ergeht. Die Auswahl der unterschiedlichen Charaktere finde ich sehr gut gelungen, da es dem Autor die Möglichkeit gibt, unterschiedliche Formen des Erlebens des Chaos dem Leser näher zu bringen. Besonders ans Herz gewachsen ist mir Adam (08/15 Normalo), der eine sehr kopflastige Verarbeitungsweise der Erlebnisse hat und einen mir nicht fernen Humor hat. (wird als Einziger in „Ich-Form“ geschrieben). Auch die anderen Charaktere Fred (Irrer aus einer Anstalt, die blinde Brigitta und der Bänker Laurenz sind absolut fesselnd in Ihrer Entwicklung.

Die Geschichte ist spannend und flüssig erzählt, nur in dem Absatz wo Laurenz eingeführt wird, stolperte ich über die zu häufige Erwähnung seines Namens. Das Ende hätte ich so nicht erwartet und das sehe ich als positiv.

Zum Abschluß kann muss ich noch etwas anderes erwähnen. Ich habe schon oft bei Erstlingen aus kleinen Verlägen erlebt, das sich Fehler eingeschlichen haben. Fehler in Form von Rechtschreibfehlern, Kommasetzung etc.. So etwas gibt es auch bei großen Verlägen und in Film und Fernsehen. Das ist nicht schön für den Autor, den Leser und auch nicht für die Verantwortlichen im Verlag oder Lektorat, aber sie könne passieren und sind nicht relevant für die Aussage ob eine Geschichte gut oder schlecht ist.

P.S. Wer in diesem Text einen Fehler findet darf Ihn behalten 🙂

Keine weiteren Infos bekannt.

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