Rezension von „Asz“

5-Sterne Rezension von einem amazon-Rezensent.
Vielen Dank dafür.

Dieses Buch ist verstörend.
Über den Inhalt schreibe ich nicht allzu viel. Nur soweit – in 10 Tagen geht die Welt unter und jeder einzelne Mensch erhält die Botschaft von seinem Gott, daß er die Möglichkeit erhält, diese Welt zu retten.
Die Weltrettungsidee an sich ist ja nichts Neues. Da gibt’s in der Fantasy die Party, die loszieht, um das große Unheil abzuwenden, in der Bibel sind schon mal fast alle Menschen ersoffen, in der SF-Literatur sind es Raumschiffe, Roboter oder Wesen, die im Alleingang oder zu mehreren ganze Universen aus dem Sumpf der Vergängnis ziehen wollen (sollen). Und ansonsten gibt es natürlich noch den investigativen Journalisten, der die Große Verschwörung aufdeckt.
Hier ist es anders. Jeder (Milliarden davon) Mensch zieht los, um zu retten. Wie, bleibt ihm überlassen. Und damit gibt es schon die erste Ohrfeige für den Leser, damit er in der ganzen Weltrettungsduselei auf den Boden der Tatsachen aufschlägt.
Überraschend und sehr hart.
Ich gebe zu, daß ich das erste Viertel des Romanes nur etappenweise lesen konnte, weil mich die Schilderungen immer wieder zum Aussteigen und Nachdenken trieben.
Könnte es SO passieren? Wäre ich auch dazu fähig…?
Was hab ich mich gefreut, dass es in dem ganzen Alptraum Personen gab, mit denen ich mich identifizieren, die ich verstehen konnte, deren Wege ich gerne verfolgte.
Roadmovie, merkwürdige Paarungen und (naja) der übliche fanatisch durchgeknallte Bösewicht (den nehm ich ein bisschen übel, „The Last Stand“ lässt grüßen) treiben die geneigte Leserin auf ein wirklich überraschendes Ende zu.
Welches ich, wie immer, auch hier zuerst gelesen habe. Dass ich dann die Geschichte von vorne bis hinten Wort für Wort verschlungen habe, ist für mich ein Gütezeichen auch des Stils von Bernhard Giersche. Wer es schafft, mich derart zu fesseln, obwohl ich weiß wie es ausgeht, verdient einen dicken „Daumen hoch“!
Fehler hielten sich in diesem Buch erfreulicherweise sehr in Grenzen. Als Vielleserin bin ich dafür dankbar und verteile auch hier ein dickes Lob. Denn das ist ja leider nicht selbstverständlich in dieser Literatur- und Verlagswelt.
Allerdings, eine Anmerkung zur Definition von:
Sozialismus = jeder nach seinen Fähigkeiten, jeder nach seinen Fertigkeiten – d.h. „NIX gibt’s umsonst und kostenlos!“
Kommunismus = jeder nach seinen Bedürfnissen –hier hätten die Protagonisten in die „Konsumhalle“ gehen können um sich
Also, insgesamt 5 Sterne für dieses Buch.

Keine weiteren Infos bekannt.

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